Weißbrot, Milch und Kamelle
Unsere Vereins-Geschichte beginnt im Jahr 1952. Das genaue Datum ist zwar nicht überliefert, aber wo es begann, das wissen wir ganz genau. Es war im Lebensmittelgeschäft Dammann am Lümernweg, wo sich einige Mitglieder der Straßengemeinschaft „Lümernweg mit umliegenden Muttkewegen“ trafen und sich ein großes Ziel steckten. Sie wollten dem, in den Kriegsjahren in den Hintergrund gerückten, Karneval wieder neues Leben einhauchen. Bereits in den 30er Jahren hatte man rund um den Lümernweg und den Hellweg Karneval gefeiert und somit bereits einige Erfahrung mit diesem schönen Brauchtum gesammelt. Trotz einiger Skepsis hielten Fritz Stentrup, August Dammann, August Hamann, Josef Wördemann, Josef Lejeune und Luise Stentrup, liebevoll „Tante Isken“ genannt, an ihrem Vorhaben fest und gründeten die „Erste Wiedenbrücker Karnevalsgesellschaft“.
Die Geburt der K.G. HELÜ, deren Name bis heute auf die Entstehung zwischen Hellweg und Lümernweg hinweist, war somit eingeleitet. Wie weitreichend ihr Handeln sein würde und dass sie damit einen Grundstein für den heutigen Rheda-Wiedenbrücker Karneval legen würden, das haben sich die Gründungsmitglieder sicherlich damals nicht ausmalen können. Um so größer ist heute der Dank an die „Helüaner der ersten Stunde“ für diese großartige Tat.
Zielstrebig trieben die Jecken ihre Pläne voran und die Zahl der Mitglieder wuchs so schnell, dass bereits im Gründungsjahr eine Prunksitzung durchgeführt werden konnte. Feierten die Helüaner zunächst noch im Kolpinghaus, mussten sie sich doch immer wieder nach anderen bzw. größeren Lokalitäten umsehen. Der Gasthof Klein, das Hotel Fröhlich, das Piushaus sowie die Mehrzweckhalle am Burgweg gehörten zu den Veranstaltungsorten, bis schließlich 1989 der erste „Gala-Abend des Frohsinns“ im Reethus veranstaltet wurde. Bis 2019 feiert die K.G. HELÜ in der alt-ehrwürdigen Halle. 2020 geht es dann erstmals in die neue Stadthalle. Auch den ersten Karnevalsprinzen gab es bereits im Jahre 1952. Das Gründungsmitglied August Dammann wurde zum Prinz August I. proklamiert.
finden konnten. Was lag da näher als die 1956 eröffnete Gaststätte von Bernhard Levejohann zum Vereinslokal zu erwählen.
Auch nach der Übernahme durch Reinhard und Thea Schnettler blieb die Gaststätte noch viele Jahre die Heimat der K.G. HELÜ. Später wechselte man dann in die „Alte Feuerwache“ und nach deren Schließung in die „Klosterschenke“, die noch immer das Vereinslokal ist. Nachdem nun eine Heimat gefunden war, stand einem weiteren Ausbau des Vereins nichts mehr entgegen.
Und dieses Vorhaben wurde in den folgenden Jahren sehr erfolgreich umgesetzt. Viele Mitglieder beteiligten sich fortan noch aktiver am Vereinsgeschehen als bisher. So wurde 1959 die Gruppe „Die Lümmels“ gegründet, die mit flotten Gesangseinlagen zum Erfolg vieler Veranstaltungen beitrugen.
1966
Eine Prinzengarde stand zum ersten Male, damals noch in schmucken grünen Uniformen, im Jahr 1966 den Prinzenpaaren zur Seite. Im selben Jahr gaben auch Waltraud Muhl und Heinz Hangschlitt, als erstes Tanzpaar der Gesellschaft, ihr Debut.
1967
Das erste Damentanzcorps der K.G. HELÜ wurde gegründet. Und auch mit der Entstehung eines weiteren Tanzcorps im Jahre 1970 war noch lange nicht Schluss.
1974
entstanden die Mini-Garde und die „Alte Wiedenbrücker Stadtgarde“, 1976 das Putzlappengeschwader und 1979 die „Junge Stadtgarde“.
Im Laufe der Jahre löste sich zwar auch die ein oder andere Gruppe wieder auf, doch kamen ebenso neue Gruppierungen hinzu, die bis zum heutigen Tage ein fester Bestandteil des Vereins sind. Auch der erste Rosenmontagsumzug wurde von der K.G. HELÜ im Jahre 1961, unter der Regentschaft von Prinz Alfons I. (Grundmann), durchgeführt. Dieser führte zunächst nur über den Lümernweg, den Hellweg und die umliegenden Straßen. Doch wegen des großen Zuspruchs wurde der Umzug bereits vier Jahre später in die Innenstadt von Wiedenbrück verlegt, bevor man ihn 1971 erstmals durch beide Stadtteile, Rheda und Wiedenbrück, laufen ließ.
fand vor dem Wiedenbrücker Rathaus die erste Schlüsselübergabe statt. Diese symbolische Machtübergabe über die Stadt hat auch heute noch einen hohen Stellenwert für die Karnevalisten. Der Karneval in Rheda-Wiedenbrück hatte inzwischen längst wieder festen Boden unter den Füßen. Daher war es auch keine Überraschung, dass die K.G. HELÜ im Jahre 1977 ein großartiges Jubiläum feiern durfte. Das 25-jährige Vereinsbestehen war den Helüanern Grund genug, ein Festwochenende zu gestalten, wie es bisher keines gegeben hatte. Drei ganze Tage wurde mit unzähligen Gästen gefeiert. Beginnend mit einem Kommersabend am Freitag, über die Prunksitzung am Samstag, einen Frühschoppen am Sonntag bis hin zur Kinder-Karnevals-Sitzung. Nicht zuletzt durch den Auftritt von „Vader Abraham und seinen Schlümpfen“ wurde das Wochenende ein voller Erfolg. Auch mit Neuerungen konnten die Helüaner an diesem Fest-Wochenende überraschen. Dass die Prunksitzung fortan „Gala-Abend des Frohsinns“ heißen sollte, war zwar eine Neuerung, doch das Highlight war sicherlich die Proklamation von Dieter Hansel und Martina Niemeyer als erstes Kinderprinzenpaar der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Bis heute wird das Kinderprinzenpaar ausschließlich durch die K.G. HELÜ gestellt und während der Kinder-Karnevals-Sitzung proklamiert. Viele Jahre gingen ins Land und viele Feste wurden mit großem Erfolg und mit großartigen Künstlern gefeiert. Auch heute erinnern sich noch viele Karnevalisten an die grandiosen Auftritte von Lotti Krekel, Toni Marschall, Kurt Lauterbach, Margit Sponheimer, Jan Willem Hempelmann, Fips Assmussen, den Gonsbach Lärchen, den Mainzer Hofsängern, dem Reitercorps Jan van Werth und dem Dellbröcker Boore-Schnäuzer Ballett, um nur einige zu nennen.
Aber auch viele Eigengewächse wie „Die Lümmels“, das „Trio der Prinzengarde“, „Die Meckerspatzen“, „Die Troubadoure“, „Flips und Flaps“ sowie viele weitere Gruppen und Solo-Akteure standen über viele Jahre auf der Bühne. Die Emsmatrosen, die im Jahre 1981 gegründet wurden, sind bis heute ein fester und wichtiger Bestandteil vieler HELÜ-Veranstaltungen.
2002
Das Jahr 2002 startete für die meisten Helüaner wie immer. Allerdings nicht für den langjährigen Präsidenten Willi Kempkes. Für ihn ging nach 30 Jahren nun seine Präsidentschaft vorbei. Nach einer gebührenden Verabschiedung übergab er das Präsidentenamt an Uli Kremmelbein, dem von nun an Thomas Huneke als Vizepräsident zur Seite stand. Aber auch in anderer Hinsicht war das Jahr etwas Besonderes, denn die Helüaner konnten mit Stolz auf ihr 50-jähriges Wirken zurückblicken. Selbstverständlich wurde auch dieses Jubiläum ausgiebig gefeiert. Bei hervorragendem Wetter verlebte die HELÜ-Familie, gemeinsam mit Freunden, Gönnern und Gastvereinen ein schönes Festwochenende. Sowohl die, eigens für dieses Jubiläum aufgelegten Orden und Pins, wie auch die zweite Vereinschronik in der Geschichte der K.G. HELÜ erfreuten sich großer Beliebtheit.
Immer für eine Überraschung gut, hatte sich der Geschäftsführende Vorstand, allen voran der Vorsitzende Antonius Holtkamp, mal wieder etwas einfallen lassen. Sylvia Manche-Terlutter und Alexander Westermann staunten nicht schlecht, als ihnen die ersten Verdienstorden der Gesellschaft verliehen wurden. Seither werden jährlich verdiente Karnevalisten mit dieser besonderen Auszeichnung geehrt. Der große Zuspruch, den die Helüaner auch an diesem Wochenende spüren durften, gab allen die Gewissheit, auch weiterhin auf dem richtigen Wege zu sein. Im November 2002, also noch mitten in der Jubiläumssession, gab es erneut eine Premiere. Mit dem Prinzenpaar Jörg I. und Annette I. (Johannpaschedag) wurde erstmalig ein Prinz proklamiert, der auch schon einmal Kinderprinz der Stadt Rheda-Wiedenbrück war. Unter der Beteiligung unserer langjährigen Freunde vom „Dellbröcker Boore-Schnäuzer Ballett“ fand diese Proklamation im ausverkauften Pius-Saal statt.
2005
Geführt von den Vorsitzenden Antonius Holtkamp und Reinhold Hahner wurde eine tolle und erfolgreiche Jubiläumssession gefeiert. Gemeinsam mit ihrem Vorstand und den Mitgliedern konnten sie Impulse setzten, die auch heute noch spürbar sind. Im November 2005 trafen sich wieder viele karnevalsbegeisterte Narren im ausverkauften Piushaus. Wieder einmal hieß es Prinzenproklamation und alle Helüaner warteten gespannt auf den nächsten Regenten aus ihren Reihen. Es war ein Heimspiel für den Diakon der Pius-Gemeinde, Thomas Huneke. Proklamiert zu Prinz Thomas II. regierte er nun, Seite an Seite mit seiner Gattin, Prinzessin Sabine I. das Narrenvolk aus Rheda-Wiedenbrück. Bei allem Frohsinn, den die Helüaner zu verbreiten in der Lage waren, blieben aber auch sie in den folgenden Jahren von Schicksalsschlägen nicht verschont. So verstarben in doch recht kurzen Abständen, viel zu früh, einige langjährige Vereins-und Vorstandsmitglieder. Darunter auch ihr erster Vorsitzender, Antonius Holtkamp, der den Verein nach stürmischen Zeiten wieder in ruhiges Fahrwasser gebracht hatte. Aber auch mit Siggi Heiderich, Günter Schörnig, Erika Mallwitz und Hermann Johannpaschedag verloren sie einige wertvolle Stützen des Vereins. Nachdem der zweite Vorsitzende Reinhold Hahner seine Amtszeit beendet hatte, im Jahr 2006, Jörg Jahannpaschedag zum ersten und Hans Hiltscher zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Gemeinsam mit ihren Vorstandsmitgliedern krempelten die neuen Vorsitzenden die Ärmel hoch und führten ihren Vereindurch die nächste Jubiläumssession.
2007
„5 x 11 Jahre“, so lautete das karnevalistische Motto für die K.G. HELÜ im Jahr 2007. Und wie es sich für echte Jecken gehört, wurde auch dieser närrische Geburtstag, wie auch die vorangegangenen, gebührend gefeiert. Inmitten der „HELÜ-Heimat“ zwischen Hellweg und Lümernweg, bei St. Pius, empfingen die Karnevalisten eine große Gästeschar. In alter Tradition spielten zu Ehren des Vereins der St. Sebastian Spielmannszug, der Spielmannszug der Westag & Getalit A.G. sowie Ramba Samba zum Frühschoppen auf.
Bei einem zünftigen Tagesprogramm wurde viel geredet, gescherzt und gelacht, bevor es zum Abschluss ein Konzert mit den „Kribbelköpp“ aus Köln gab. Noch heute erinnert man sich gerne daran, wie schön man mit Freunden bis spät in die Nacht gefeiert hat.
Da das traditionelle „Sommerfest der K.G. HELÜ“, später „Maifest“ und „Radlertreff“, nun schon einige Jahre nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen konnte, suchten sich die Karnevalisten eine neue Alternative, um die karnevalslosen Sommermonate zu gestalten. Eingerahmt in ein Sommerfest für Mitglieder, Freunde und Familien wurde im Jahr 2008 das erste Menschenkicker-Turnier ausgetragen. Im Schatten des Pius-Turmes kämpften die Mannschaften um den neuen und bis heute heiß begehrten HELÜ-Cup. Dass die Karnevalisten mit dieser neuen Veranstaltung ein Event geschaffen hatten, welches sich über viele Jahre großer und wachsender Beliebtheit erfreuen würde, konnte zum damaligen Zeitpunkt niemand wissen, wobei der Wunsch darauf bereits bestand. Die Hoffnung wurde belohnt, denn wieder einmal lagen die Helüaner mit ihrer Idee goldrichtig. Bis zum heutigen Tage ist das Menschenkicker-Turnier ein absolutes Highlight in unserer Stadt. Als dann im November mit Prinz Andreas I. und Prinzessin Beate I. (Bellers) zwei junge, aber doch altgediente Mitglieder der K.G. HELÜ den Narrenthron bestiegen, konnte man das Jahr 2008 beruhigt mit dem Prädikat „hervorragend“ abschließen. Nach einer schönen und ereignisreichen Karnevalssession 2008/2009 und nach dem zweiten erfolgreichen Menschenkicker-Turnier wurde es für die K.G. HELÜ allerdings nicht ruhiger. Stand doch bereits wieder eine runde Zahl vor der Tür, die Beachtung finden sollte. „50 Jahre Rosenmontagszug“ hieß es im Jahr 2010.
2011
Als Keimzelle des Rheda-Wiedenbrücker Rosenmontagumzugs sahen sich die Karnevalisten dazu verpflichtet, für diesen Jubiläumsumzug im Bereich Wagenbau noch einmal eine Schüppe draufzulegen, was sie auch taten. Bei der Generalversammlung 2011 wurden erstmalig neue Ehrenabzeichen für langjährige Vereinsmitglieder verliehen. Ganz im Sinne von Karnevalisten werden diese Abzeichen an Mitglieder verliehen, die auf 22, 33 oder 44 Jahre Vereinszugehörigkeit zurückblicken können. Im selben Jahr wurde noch ein weiteres Projekt erfolgreich beendet. Nach einiger Zeit der Vorbereitung konnte auf dem Gala-Abend eine neue Vereinsstandarte präsentiert werden. In einer eigens für diesen Anlass, in das Programm eingebauten, Zeremonie wurde die Standarte feierlich vom ersten Vorsitzenden an die Prinzengarde übergeben. Die alte Standarte wurde an den Vorstand zurückgegeben und soll restauriert werden. Anschließend wird sie einen Ehrenplatz erhalten und sicherlich zu besonderen Anlässen zu sehen sein. Im Rahmen des karnevalistischen Gottesdienstes wurde die neue Standarte eine Woche später durch den „vereinseigenen“ Diakon feierlich gesegnet.
Dass dieses Schmuckstück angefertigt werden konnte und in den nächsten Jahrzehnten, unseren Tollitäten und auch dem Verein vorangetragen werden kann, hat die K.G. HELÜ ihren Mitgliedern zu verdanken. Neben Timo Nolte und Andreas Hartmann, die sich im besonderen Maße um die Umsetzung gekümmert haben, gilt der Dank der Gesellschaft vor allem auch denen, die durch ihre Spenden die Anschaffung erst ermöglicht haben.
Der Name Elferratsfrauen wurde abgelegt und eine einheitliche Kleidung beschafft. Das war die Geburtsstunde der „Herzdamen“.
2014
In den folgenden Jahren konnten die Helüaner erfolgreich weitere Akzente setzen. So wurde zum Beispiel das Jahr 2014 unter dem Motto „Einfach nur Karneval feiern“ begonnen. Noch vor den ersten Prunk- und Gala-Sitzungen in der Stadt veranstalteten die Helüaner ihr erstes Kostümfest. Bunt verkleidet trafen sich viele Vereinsmitglieder und Freunde im Pius-Saal. Inzwischen hat dieses Fest seinen festen Stammplatz unter den Rheda-Wiedenbrücker Karnevalsveranstaltungen. Aber auch das Menschenkicker-Turnier erfreute sich immer größerer Beliebtheit. Damit ging auch einher, dass es im selben Jahr notwendig wurde, einen neuen Austragungsort zu finden.
Jürgen und Kirsten Otterpohl boten ihr Firmengelände am, für die K.G. HELÜ traditionsreichen Hellweg als neues Domizil für die zukünftigen Turniere an und dies sollte sich als Glücksfall erweisen. Zur idealen Lage und Größe des Geländes kam auch noch die große Gastfreundschaft und Unterstützung der ganzen Familie hinzu. So wurde es auch möglich, die Turniere am Abend mit karnevalistischer Livemusik ausklingen zu lassen. Die regelmäßige Teilnahme von rund 20 Mannschaften spricht für die Beliebtheit des Turniers.
Ein für die K.G. HELÜ wichtiges Ereignis war sicherlich das Ende der Amtszeit ihres Präsidenten. Uli Kremmelbein hatte viele Jahre, zunächst an der Seite von Willi Kempkes und anschließend gemeinsam mit Thomas Huneke, durch die Sitzungen geführt. Nun hatte er aber entschieden, dass es Zeit wäre, das Amt weiterzugeben. Seither hat Thomas Huneke das Präsidentenamt inne und füllt dieses, wie bereits auch seine Vorgänger, mit ganzem Herzen aus. Seit dem Ausscheiden des CVR wechseln sich nun der WCV Grüne Funken und die K.G. HELÜ wieder jährlich bei der Gestellung des Prinzenpaares ab. Kaum hat man das eine Paar verabschiedet, muss sich der „Prinzenmacher“ schon wieder mächtig ins Zeug legen. Doch echte Karnevalisten scheuen nicht vor Herausforderungen zurück. Daher gelang es Jörg Johannpaschedag selbstverständlich auch, dem närrischen Auditorium im November 2016 den „33. roten Prinzen“ zu präsentieren.
2017
Die Begeisterung war groß als Prinz Alexander I. und Prinzessin Anja I. (Westermann) das Narrenzepter übernahmen. Die beiden neuen Regenten verstanden es, ihre Untertanen zu begeistern. Nach eigener Aussage könnten sie ganze Bücher mit schönen Erlebnissen füllen. Aber auch die Narren könnten sicherlich einige schöne Geschichten aus dieser Zeit erzählen.
Das Jahr 2017 verging wie im Fluge. Doch neben den vielen schöne Eindrücken gab es auch ein „traugig-schönes“ Ereignis, das den Helüanern wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Springen wir noch mal ein kleines Stück zurück. Genau gesagt zu Sonntag, dem 19. Februar 2017. Kinderkarneval im vollen Reethus. Die Stimmung ist super und alle Kinder erfreuen sich an dem schönen Programm. Das neue Kinderprinzenpaar, Tom I. (Karenfort) und Svenja II. (Meyer), ist proklamiert und feiert kräftig mit. Was von den Gästen allerdings zu dem Zeitpunkt kaum jemand wusste, war die Tatsache, dass Anne Huneke sich an diesem Tage als Kinder-Sitzungs-Präsidentin von der Bühne verabschieden würde. An der Seite von Christoph Baumhus hatte sie 12 Jahre lang hatte mit Charme und Witz durch die Sitzungen geführt. Sie hat Kinderprinzenpaare proklamiert und verabschiedet, Tränchen getrocknet, getanzt, gelacht und rumgealbert. Sollte das nun wirklich vorbei sein? Nie mehr „Kinder-quatsch mit Anne und Christoph“? Scheinbar ja!
Unter Jubel- und Beifallsstürmen wurde Anne von der Bühne verabschiedet und der HELÜ-Familie blieb nur die Hoffnung, dass sie dem Verein weiterhin treu bleiben würde. So traurig solche Ereignisse auch sind, der Blick für die Helüaner richtete sich noch vorn.
2018
das Jahr des 66-jährigen Vereinsbestehens, stand vor der Tür und erforderte die volle Aufmerksamkeit der Verantwortlichen. Der Auftakt gelang mit einem glänzenden Galaabend im ausverkauften Reethus und einer anschließenden Feier bis früh in den Morgen. Auch der darauf folgende Tag war mit Erfolg gekrönt. Viele bunt verkleidete Kinder feierten ausgelassen Karneval. An der Seite von Christoph Baumhus hatte sich auch etwas getan. Anna Otterpohl gab ihr Debut als Kinder-Sitzungs-Präsidentin und zeigte sich als würdige Nachfolgerin. Gemeinsam proklamierten sie Prinz Felix II. (Beckschäfer) und Prinzessin Lilly I. (Winkler) zum Kinderprinzenpaar der Stadt Rheda-Wiedenbrück.
2019
Nach dem großen Jubiläum im Jahr 2018 blickte die K.G. HELÜ voller Tatendrang auf die kommenden Jahre. Der Karneval blieb das Herzstück des Vereinslebens, und die Vorbereitungen auf die neue Session liefen wie gewohnt auf Hochtouren. Mit viel Engagement sorgten die Mitglieder dafür, dass die Traditionen der Gesellschaft lebendig blieben und die Menschen in Rheda-Wiedenbrück gemeinsam feiern konnten.
Im Jahr 2019 wurden Guido Lütkewitte und Petra Hollenbeck mit dem Verdienstorden der K.G. HELÜ ausgezeichnet. Mit dieser Ehrung würdigte die Gesellschaft ihren Einsatz und ihre Verdienste um den Verein. Der Verdienstorden ist ein Zeichen der Anerkennung für Mitglieder, die sich mit Engagement und persönlichem Einsatz für die Gemeinschaft und den Erhalt des karnevalistischen Brauchtums starkmachen.
Gleichzeitig näherte sich eine Ära ihrem Ende: Der Gala-Abend des Frohsinns sollte zum letzten Mal im Reethus stattfinden. Über Jahrzehnte hinweg hatte die traditionsreiche Halle unzählige Karnevalisten empfangen. Hier wurde geschunkelt, gelacht, getanzt und so manche unvergessliche Karnevalsnacht erlebt. Viele schöne Erinnerungen waren mit diesem Ort verbunden.
Doch wer die HELÜ kennt, weiß: Veränderungen gehören zum Vereinsleben dazu. Und so richteten sich die Blicke bereits auf ein neues Kapitel der Vereinsgeschichte.
2020
Mit dem Einzug in die neue Stadthalle begann für den Gala-Abend des Frohsinns eine neue Zeitrechnung. Nach vielen Jahren im Reethus sollte nun eine moderne Veranstaltungsstätte den passenden Rahmen für die karnevalistischen Höhepunkte bieten. Die Vorfreude auf die neue Umgebung war groß, und die HELÜ-Familie war bereit, auch dort ihre Gäste mit einem abwechslungsreichen Programm zu begeistern.
Eine besondere Auszeichnung erhielten Jürgen Handeik und Alex Leweling, denen der Verdienstorden der K.G. HELÜ verliehen wurde.
Auch der Kinderkarneval startete mit einem besonderen Höhepunkt in die Session: Mit Kinderprinz Leon I. Holtkamp und Kinderprinzessin Lena I. Friedrich wurde das erste Kinderprinzenpaar in der neuen Stadthalle proklamiert.
Für die beiden begann eine Regentschaft, wie man sie sich schöner kaum hätte vorstellen können. Volle Säle, begeisterte Jecken, zahlreiche Auftritte und der große Rosenmontagszug gehörten zu ihrem närrischen Alltag. Leon und Lena durften noch einmal alles erleben, was den Karneval so besonders macht: gemeinsam feiern, auf der Bühne stehen, das närrische Volk regieren und überall mit offenen Armen empfangen werden.
Doch kaum war die Session vorüber, änderte sich die Welt. Die Corona-Pandemie hielt Einzug und stellte das öffentliche Leben auf den Kopf. Veranstaltungen wurden abgesagt, Begegnungen eingeschränkt und die gewohnte Gemeinschaft musste plötzlich auf Abstand gehen.
Was zunächst wie eine kurze Unterbrechung erschien, sollte den Karneval über mehrere Jahre beschäftigen.
Die Corona-Pandemie veränderte das öffentliche Leben grundlegend. Veranstaltungen mussten abgesagt oder eingeschränkt werden, persönliche Begegnungen wurden schwieriger und auch das Vereinsleben stand vor ungekannten Herausforderungen.
Gerade ein Verein, dessen Stärke im gemeinsamen Feiern, Tanzen und Zusammensein liegt, spürte diese Veränderungen besonders deutlich. Viele lieb gewonnene Gewohnheiten waren plötzlich nicht mehr möglich. Dennoch blieb die Verbundenheit unter den Mitgliedern bestehen. Die HELÜ-Familie musste Abstand halten, verlor aber nicht den Zusammenhalt.
2021 und 2022
Auch die folgenden Jahre waren von den Auswirkungen der Pandemie geprägt. Wo sonst Musik durch die Säle klang, Garden ihre Tänze präsentierten und die Jecken gemeinsam die fünfte Jahreszeit feierten, war vieles nur eingeschränkt oder gar nicht möglich.
Für die Aktiven bedeutete diese Zeit eine besondere Geduldsprobe. Trainings, Veranstaltungen und persönliche Treffen konnten nicht in der gewohnten Form stattfinden. Vor allem für die jüngeren Mitglieder, die mit Begeisterung auf der Bühne stehen und das karnevalistische Brauchtum kennenlernen, fehlten wichtige gemeinsame Erlebnisse.
Doch Tradition lebt nicht allein von Veranstaltungen. Sie lebt von Menschen, die an ihr festhalten, füreinander da sind und den Blick nach vorne richten. Genau dieser Gedanke begleitete auch die HELÜ durch diese schwierige Zeit.
Die Hoffnung auf unbeschwerte Begegnungen, volle Säle und einen Rosenmontagszug mit jubelnden Zuschauerinnen und Zuschauern blieb bestehen. Und mit ihr die Vorfreude darauf, bald wieder gemeinsam HELAU rufen zu können.
Auch das Jahr 2021 stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Für die K.G. HELÜ war es eine Zeit, in der vieles neu gedacht und unter besonderen Bedingungen organisiert werden musste. Die gewohnten Veranstaltungen, die großen Sitzungen und das ausgelassene Feiern waren nicht ohne Weiteres möglich.
Trotz aller Einschränkungen sollte die karnevalistische Tradition weiterleben. Mit Prinz Holger I. und Prinzessin Ekea I. Johannpaschedag stellte die K.G. HELÜ das Stadtprinzenpaar der Session 2021. Ihre Proklamation fand unter besonderen Bedingungen statt. Das Amt eines Prinzenpaares, das normalerweise von zahlreichen Auftritten, Besuchen und Begegnungen geprägt ist, stellte die beiden damit vor eine ganz besondere Herausforderung.
Doch Holger und Ekea ließen sich ihre Freude am Karneval nicht nehmen. Sie übernahmen die närrische Regentschaft in einer Zeit, in der Zusammenhalt und Zuversicht wichtiger waren denn je.
Auch im Kinderkarneval mussten neue Wege gefunden werden. Das Kinderprinzenpaar und die Aktiven konnten ihre Aufgaben nicht in der gewohnten Weise wahrnehmen. Viele Begegnungen, die sonst selbstverständlich zum Karneval gehören, mussten warten.
Und so kam es, dass die Tollitäten deutlich länger als üblich im Amt blieben. Was normalerweise eine Regentschaft über eine Session ist, wurde durch die Pandemie zu einer außergewöhnlich langen Zeit.
Auch 2022 war der Karneval noch von den Auswirkungen der Pandemie geprägt. Die Sehnsucht nach normalen Veranstaltungen, nach Begegnungen und nach einem gemeinsamen Rosenmontagszug war groß. Die Mitglieder der K.G. HELÜ hielten zusammen und blickten hoffnungsvoll auf die Zeit, in der wieder mehr möglich sein würde.
Ein besonders emotionaler Moment folgte beim Menschenkickerturnier 2022. Dort verabschiedeten sich Leon und Lena von ihrer außergewöhnlich langen Regentschaft als Kinderprinzenpaar. Nach den vollen Sälen, dem Rosenmontagszug und dem abrupten Einschnitt durch Corona war ihre Zeit als Kinder-Tollitäten zu einer ganz besonderen Erinnerung geworden.
Ihr Abschied stand stellvertretend für eine Zeit, die vielen Mitgliedern noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Die beiden hatten den Karneval zunächst so erleben dürfen, wie man ihn kennt und liebt, bevor die Pandemie alles veränderte. Umso schöner war es, dass sie sich schließlich im Rahmen einer Vereinsveranstaltung verabschieden konnten.
Der Menschenkicker selbst ist längst zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender geworden. Hier treffen sich die verschiedenen Gruppierungen, Freunde, Familien und Gäste, um gemeinsam einen sportlichen und geselligen Tag zu erleben. Der Wettbewerb um den Wanderpokal sorgt für Ehrgeiz und gute Laune, während die Bewirtung durch die Vereinsgruppen und das Rahmenprogramm zeigen, wie viel Arbeit und Herzblut hinter einer solchen Veranstaltung stecken.
Doch die HELÜ besteht nicht nur aus großen Veranstaltungen. Gerade in schwierigen Zeiten wurde deutlich, wie wertvoll die vielen kleinen Begegnungen und das Engagement der Mitglieder sind. Die Hoffnung auf einen unbeschwerten Karneval blieb bestehen – und mit ihr die Vorfreude auf bessere Zeiten.
2023
Nach den schwierigen Jahren war die Freude über die Rückkehr des gemeinsamen Feierns umso größer. Endlich konnten die Karnevalisten wieder zusammenkommen, ihre Leidenschaft für das närrische Brauchtum ausleben und die Gemeinschaft pflegen, die den Verein seit seiner Gründung auszeichnet.
Auch der Kinderkarneval erhielt wieder seinen verdienten Platz. Mit Kinderprinz Elias I. Witte und Kinderprinzessin Mia I. Caruso wurde die Tradition des Kinderprinzenpaares fortgeführt. Für die jungen Tollitäten begann eine aufregende Zeit voller Begegnungen und karnevalistischer Erlebnisse.
Gerade die Kinder zeigen immer wieder, wie wichtig es ist, das Brauchtum an die nächste Generation weiterzugeben. Mit leuchtenden Augen, bunten Kostümen und viel Begeisterung bringen sie frischen Wind in die Gesellschaft und machen deutlich, dass die Zukunft der HELÜ auf einem lebendigen Miteinander beruht.
Nach einer Zeit, in der vieles nicht selbstverständlich war, wurde erneut deutlich, welchen Stellenwert das gemeinsame Feiern und das ehrenamtliche Engagement für den Verein besitzen.
Auch die lange Regentschaft von Holger I. und Ekea I. ging zu Ende. Ihre Amtszeit war untrennbar mit der Corona-Pandemie verbunden und wird in der Vereinsgeschichte einen besonderen Platz behalten. Sie hatten den Karneval in einer Zeit vertreten, in der vieles nicht so möglich war, wie es sich Prinzenpaare und Karnevalisten wünschen. Gerade deshalb bleibt ihr Einsatz in besonderer Erinnerung.
Im Jahr 2023 wurden Anne Manche und Dagmar Steffen mit dem Verdienstorden der K.G. HELÜ ausgezeichnet. Beide haben sich durch ihr Engagement um das Vereinsleben verdient gemacht und tragen dazu bei, die Gemeinschaft und das karnevalistische Brauchtum lebendig zu halten. Nach den herausfordernden Corona-Jahren war die Auszeichnung zugleich ein schöner Anlass, den Menschen zu danken, die sich mit viel Herzblut für die HELÜ einsetzen.
2024
Das Vereinsleben nahm weiter Fahrt auf. Die Garden trainierten, die Aktiven bereiteten sich auf ihre Auftritte vor und hinter den Kulissen wurde mit viel Einsatz an den kommenden Veranstaltungen gearbeitet. Denn eine erfolgreiche Karnevalssession entsteht nicht erst auf der Bühne. Sie beginnt viele Monate vorher – bei der Planung, beim Organisieren, beim Nähen, beim Trainieren und nicht zuletzt beim Wagenbau.
Im Rahmen des Galaabends wurden 2024 Christoph Baumhus und Iris Eickolt mit dem Verdienstorden der K.G. HELÜ ausgezeichnet. Immer wieder ein schöner Moment.
Nach einem tollen Festumzug am Rosenmontag endete so langsam die Session, das Vereinsleben der K.G. HELÜ endet nicht mit dem Aschermittwoch.
Über das gesamte Jahr hinweg gibt es zahlreiche Gelegenheiten, bei denen die Mitglieder zusammenkommen und ihre Gemeinschaft pflegen.
Ein fester Bestandteil dieser Tradition ist das Pfingstzeltlager, das bereits seit 1979 stattfindet. Generationen von Kindern, Jugendlichen und Betreuern haben dort gemeinsame Tage voller Abenteuer erlebt. Zelte aufbauen, am Lagerfeuer sitzen, Stockbrot backen, Spiele spielen, Nachtwanderungen unternehmen und gemeinsam lachen – all das macht den besonderen Charakter des Zeltlagers aus.
Über die Jahre wechselten die Veranstaltungsorte, doch die Idee blieb dieselbe: gemeinsam Zeit verbringen, Freundschaften knüpfen und die Vereinsgemeinschaft stärken. Das Pfingstzeltlager ist damit weit mehr als ein Ausflug. Für viele Teilnehmer gehören die Erlebnisse dort zu den schönsten Erinnerungen an ihre Zeit bei der HELÜ.
Auch die Nikolausfeiern sind ein fester Bestandteil des Vereinsjahres. Gerade für die jüngeren Mitglieder und Familien sind diese Zusammenkünfte eine schöne Gelegenheit, sich abseits des karnevalistischen Trubels zu treffen und gemeinsam die Vorweihnachtszeit zu genießen.
Hinzu kommen zahlreiche Besuche bei befreundeten Vereinen, gemeinsame Ausflüge, Treffen der einzelnen Gruppierungen und Aktivitäten außerhalb der eigenen Veranstaltungen. Ob bei befreundeten Karnevalsgesellschaften, bei Besuchen während der Session oder bei geselligen Unternehmungen im Sommer: Die HELÜ pflegt ihre Kontakte und zeigt, dass Freundschaft und Zusammenhalt über die Grenzen des eigenen Vereins hinausgehen.
Auch die Ordensträger und die Menschen, die sich über viele Jahre hinweg für die Gesellschaft eingesetzt haben, sind ein wichtiger Teil dieser Geschichte. Mit ihren Leistungen, ihrer Treue und ihrem ehrenamtlichen Einsatz tragen sie dazu bei, dass Traditionen bewahrt und neue Entwicklungen möglich werden. Ehrungen und Auszeichnungen sind deshalb nicht nur persönliche Anerkennungen, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für das Engagement, auf dem das Vereinsleben aufbaut.
Der Kinderkarneval blieb ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens, auch bzw. endlich nahm alles wieder seinen gewohnten Lauf. Mit Kinderprinz Ben I. Bücker und Kinderprinzessin Cheyenne I. Beil erhielt die nächste Generation ihre eigenen Tollitäten.
Das Vereinsleben der K.G. HELÜ endet nicht mit dem Aschermittwoch. Über das gesamte Jahr hinweg gibt es zahlreiche Gelegenheiten, bei denen die Mitglieder zusammenkommen und ihre Gemeinschaft pflegen.
Ein fester Bestandteil dieser Tradition ist das Pfingstzeltlager, das bereits seit 1979 stattfindet. Generationen von Kindern, Jugendlichen und Betreuern haben dort gemeinsame Tage voller Abenteuer erlebt. Zelte aufbauen, am Lagerfeuer sitzen, Stockbrot backen, Spiele spielen, Nachtwanderungen unternehmen und gemeinsam lachen – all das macht den besonderen Charakter des Zeltlagers aus.
Über die Jahre wechselten die Veranstaltungsorte, doch die Idee blieb dieselbe: gemeinsam Zeit verbringen, Freundschaften knüpfen und die Vereinsgemeinschaft stärken. Das Pfingstzeltlager ist damit weit mehr als ein Ausflug. Für viele Teilnehmer gehören die Erlebnisse dort zu den schönsten Erinnerungen an ihre Zeit bei der HELÜ.
Auch die Nikolausfeiern sind ein fester Bestandteil des Vereinsjahres. Gerade für die jüngeren Mitglieder und Familien sind diese Zusammenkünfte eine schöne Gelegenheit, sich abseits des karnevalistischen Trubels zu treffen und gemeinsam die Vorweihnachtszeit zu genießen.
Hinzu kommen zahlreiche Besuche bei befreundeten Vereinen, gemeinsame Ausflüge, Treffen der einzelnen Gruppierungen und Aktivitäten außerhalb der eigenen Veranstaltungen. Ob bei befreundeten Karnevalsgesellschaften, bei Besuchen während der Session oder bei geselligen Unternehmungen im Sommer: Die HELÜ pflegt ihre Kontakte und zeigt, dass Freundschaft und Zusammenhalt über die Grenzen des eigenen Vereins hinausgehen.
Auch die Ordensträger und die Menschen, die sich über viele Jahre hinweg für die Gesellschaft eingesetzt haben, sind ein wichtiger Teil dieser Geschichte. Mit ihren Leistungen, ihrer Treue und ihrem ehrenamtlichen Einsatz tragen sie dazu bei, dass Traditionen bewahrt und neue Entwicklungen möglich werden. Ehrungen und Auszeichnungen sind deshalb nicht nur persönliche Anerkennungen, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für das Engagement, auf dem das Vereinsleben aufbaut.
Am 15. November 2024 stand mit der Prinzenproklamation ein besonderer Abend auf dem Programm. Die K.G. HELÜ proklamierte Jürgen III. und Martina II. Handeik zum Prinzenpaar der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Sie übernahmen die närrische Regentschaft von Klaus und Sandra Rickmann vom WCV Grüne Funken, denen für ihre erfolgreiche Session gedankt wurde.
Mit ihrer Proklamation begann für Jürgen und Martina eine aufregende Zeit voller karnevalistischer Termine, Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse. Als Stadtprinzenpaar repräsentierten sie den Karneval in Rheda-Wiedenbrück und trugen dazu bei, die Begeisterung für das närrische Brauchtum weiterzutragen.
2025
Die Session 2024/2025 stand ganz im Zeichen des gemeinsamen Feierns. Prinz Jürgen III. und Prinzessin Martina II. erlebten eine ereignisreiche Regentschaft und repräsentierten den Karneval mit viel Freude und Engagement.
Beim Galaabend war alles wieder wie wie früher :-).
Eine besondere Würdigung erfuhr Beate Bellers mit der Verleihung des Verdienstordens der K.G. HELÜ.
Auch der Nachwuchs durfte sich über einen besonderen Höhepunkt freuen: Am 23. Februar 2025 wurde das 46. Kinderprinzenpaar der Stadt Rheda-Wiedenbrück proklamiert. Kinderprinz Bruno I. Füchtenhans und Kinderprinzessin Anni I. Rehage übernahmen die Regentschaft für die Session 2025/2026. Begleitet wurden sie von ihren Ordonnanzen Julia Bambor und Ella Berhorn. Anna Otterpohl und Christoph Baumhus führten als Kinderkarnevalssitzungspräsidenten durch die stimmungsvolle Veranstaltung.
Neben dem klassischen Sitzungskarneval zeigte sich auch weiterhin, wie vielseitig die K.G. HELÜ aufgestellt ist. Das Menschenkickerturnier gehört längst zu den festen Größen im Veranstaltungskalender. Am 23. August 2025 verwandelte sich das Gelände des Möbelservice Otterpohl erneut in einen Treffpunkt für Sport, Spaß und Geselligkeit. Zwölf Mannschaften traten gegeneinander an, und am Ende durfte sich das Team von Rot-Weiß St. Vit über den Siegerpokal freuen.
Doch nicht nur auf dem Spielfeld war einiges geboten. Ein buntes Rahmenprogramm mit Fußballdart, Hüpfburg, Glücksrad und Tombola sorgte für Unterhaltung bei Jung und Alt. Kulinarische Angebote und eine anschließende Party rundeten den Tag ab.
Solche Veranstaltungen zeigen, dass die HELÜ weit mehr ist als eine Karnevalsgesellschaft. Sie ist ein Ort der Begegnung, an dem Menschen gemeinsam etwas auf die Beine stellen, Freundschaften pflegen und neue Erinnerungen schaffen.
2026
Im Jahr 2026 präsentiert sich die K.G. HELÜ als lebendige Vereinsgemeinschaft, die ihre Traditionen bewahrt und zugleich offen für neue Ideen bleibt. Neben den karnevalistischen Veranstaltungen prägen zahlreiche Aktivitäten das Vereinsjahr. Ob bei Treffen der Garden, gemeinsamen Unternehmungen, dem Pfingstzeltlager, sportlichen Aktionen oder geselligen Zusammenkünften – das Miteinander steht stets im Mittelpunkt.
Der Gala-Abend 2026 begeisterte mit einem starken Programm, großartigen Künstlern und einem Publikum, das für beste Stimmung sorgte. Solche Abende sind das Ergebnis vieler Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Von der ersten Planung bis zum letzten Handgriff tragen zahlreiche Helferinnen und Helfer dazu bei, dass die Veranstaltungen zu besonderen Erlebnissen werden.
Auch außerhalb der Säle zeigt die HELÜ Präsenz. Beim AOK-Firmenlauf 2026 gingen 22 Läuferinnen und Läufer der Red Nose Runner's an den Start. Mit Teamgeist, Motivation und guter Laune bewiesen sie, dass Gemeinschaft bei der HELÜ nicht an der Bühnentür endet.
Neben den organisatorischen Aufgaben richtet sich der Blick bereits auf ein ganz besonderes Ereignis: das 75-jährige Vereinsjubiläum im Jahr 2027. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Festschrift, Jubiläumsprogramm und Öffentlichkeitsarbeit sind nur einige der Themen, mit denen sich die Verantwortlichen beschäftigen.
Die Geschichte der K.G. HELÜ begann 1952 in einem Lebensmittelgeschäft am Lümernweg. Aus einer Idee einiger engagierter Menschen entwickelte sich eine Gesellschaft, die über Generationen hinweg den Karneval in Wiedenbrück mitgestaltet hat. Viele Menschen haben ihre Zeit, ihre Ideen und ihr Herzblut eingebracht. Manche standen im Rampenlicht, andere wirkten lieber im Hintergrund. Alle haben ihren Teil dazu beigetragen, dass die HELÜ heute auf eine bewegte Vereinsgeschichte zurückblicken kann.
Und während die Vorbereitungen auf das große Jubiläum weitergehen, bleibt die wichtigste Erkenntnis dieselbe wie vor mehr als sieben Jahrzehnten: Ein Verein lebt von den Menschen, die ihn tragen. Von denen, die Traditionen weitergeben, neue Wege wagen und auch dann zusammenhalten, wenn es einmal schwierig wird.
Mit Dankbarkeit für das Erreichte und großer Vorfreude auf das Kommende blickt die K.G. HELÜ nach vorne. Das nächste Kapitel ist bereits in Arbeit.
Tradition bewahren. Gemeinschaft leben. Zukunft gestalten.
Auf die nächsten Jahre und auf 75 Jahre K.G. HELÜ!
HELAU!






















